Eine Vermittlungsprovision ist für eine einzelne, dringende Stelle eine nachvollziehbare Lösung. Sie fällt aber bei jeder Einstellung erneut an, und nach der Vermittlung bleibt Ihnen nichts. Eine einmalige Investition in ein eigenes Recruiting-System kostet vorab, dafür behalten Sie Bewerberpool, Bewerberseite und Kampagnen. Spätestens ab der zweiten Stelle rechnet sich das in der Regel.
So funktioniert das Provisionsmodell
Personalvermittler und Headhunter arbeiten meist erfolgsbasiert. Sie zahlen erst, wenn ein vermittelter Kandidat bei Ihnen anfängt. Die Provision orientiert sich am Jahresgehalt der Stelle. Marktübliche Richtwerte liegen bei Personalvermittlern etwa zwischen 15 und 30 Prozent, bei Headhuntern oft darüber.
Der große Vorteil: Sie tragen kein Risiko für eine erfolglose Suche. Der Nachteil: Jede Einstellung kostet aufs Neue, und Sie bauen nichts Eigenes auf. Beim nächsten Mal beginnt alles wieder von vorn.
So funktioniert eine einmalige Investition
Bei einer einmaligen Investition bezahlen Sie für den Aufbau eines Recruiting-Systems für Ihre Stelle: Strategie, Ansprache der Zielgruppe, eine Mission-Statement-Bewerberseite und die Vorqualifizierung der Bewerbungen. Sie zahlen vor der Einstellung, dafür gibt es keine Provision pro Kopf.
Entscheidend ist, was danach bleibt: Alle Bewerber, die nicht eingestellt wurden, landen in Ihrem eigenen Bewerberpool. Bewerberseite und Kampagnen sind für künftige Stellen jederzeit schnell und kostengünstig wieder abrufbar.
Ein Rechenbeispiel
Angenommen, Sie suchen Fachkräfte mit einem Jahresgehalt von 50.000 €. Bei einer Provision von 15 bis 30 Prozent ergibt sich:
- 1Eine Einstellung
7.500 bis 15.000 € Provision.
- 2Drei Einstellungen über das Jahr
22.500 bis 45.000 € Provision.
- 3Danach
kein eigener Bewerberpool, keine eigene Bewerberseite, beim nächsten Bedarf zahlen Sie erneut.
Bei einer einmaligen Investition fallen die Kosten für den Aufbau nur einmal an. Jede weitere Stelle derselben Art greift auf bereits bestehende Bausteine zurück und kostet deutlich weniger. Je mehr Stellen Sie besetzen, desto größer wird der Unterschied.
Wann sich welches Modell eignet
- Provision: für eine einzelne Schlüsselposition mit großem Budget, bei der Sie kein Risiko tragen möchten.
- Einmalige Investition: wenn Sie regelmäßig Fachkräfte suchen oder mehrere Stellen zu besetzen haben.
- Einmalige Investition: wenn Sie unabhängig von Vermittlern werden und eigenes Know-how aufbauen möchten.
Einen ehrlichen Überblick über alle gängigen Recruiting-Lösungen mit ihren Stärken und Schwächen finden Sie in unserem Vergleich auf Wissenswertes.
- Wie viele Stellen besetzen Sie voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren?
- Haben Sie mehrere Stellen derselben Art, etwa Techniker oder Monteure?
- Was haben Sie in den letzten Jahren insgesamt für Provisionen ausgegeben?
- Möchten Sie künftig auf einen eigenen Bewerberpool zurückgreifen können?
Häufige Fragen zum Thema
Wie hoch ist eine übliche Vermittlungsprovision?
Bei Personalvermittlern liegen marktübliche Richtwerte etwa zwischen 15 und 30 Prozent des Jahresgehalts, bei Headhuntern für Führungspositionen oft darüber. Die genaue Höhe hängt von Position, Branche und Anbieter ab.
Ist eine erfolgsabhängige Provision nicht sicherer?
Für eine einzelne Stelle tragen Sie damit weniger Risiko. Über mehrere Einstellungen gerechnet zahlen Sie aber meist deutlich mehr, und es bleibt nichts, worauf Sie künftig aufbauen können.
Was bleibt nach einer einmaligen Investition?
Ein eigener Bewerberpool mit vorqualifizierten Kandidaten, eine Bewerberseite für Ihre Stelle und erprobte Kampagnen, die für künftige Stellen jederzeit wieder genutzt werden können.
Hinweis zu den Zahlen: Die Provisionssätze sind marktübliche Richtwerte und können je nach Anbieter abweichen. Das Rechenbeispiel beruht auf beispielhaften Annahmen. Stand: Oktober 2026.
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